Bauherren: Fachwissen & Glossar

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  • Aufputz / Unterputz

    Die Installation neuer Kabel kann grundsÀtzlich auf zwei Arten erfolgen: Aufputz und Unterputz. Beide Verlegarten haben Vor-und Nachteile.

    Eine Aufputzverlegung geht in der Regel schnell, macht wenig Dreck und ist im Falle einer Änderung leicht erreichbar. Allerdings sind die Rohre und KabelkanĂ€le bei dieser Verlegeart dauerhaft zu sehen.

    Aufputzinstallationen in einem Rohr oder einfachen Kabelkanal werden ĂŒblicherweise im Keller, auf dem Dachboden und im Außenbereich genutzt. In Wohn- und GeschĂ€ftsrĂ€umen werden Aufputzinstallationen in der Regel in hochwertigen BrĂŒstungs- oder FußbodenkanĂ€len ausgefĂŒhrt. Diese sind inzwischen in einer Vielzahl von Dekorfarben erhĂ€ltlich.

    Die Unterputzinstallation bedeutet einen höheren zeitlichen Aufwand und in der Regel mehr Dreck in der Bauphase. Die verlegten Kabel sind jedoch nach Abschluss der Bauarbeiten unsichtbar und man sieht nur noch die verbauten EndgerÀte wie z.B. Steckdosen oder Schalter.

    Unterputzinstallationen werden bevorzugt in Wohn- und GeschÀftsrÀumen mit hohem Kundenverkehr genutzt.

  • Bewegungs- & PrĂ€senzmelder

    Die Begriffe Bewegungsmelder und PrÀsenzmelder werden hÀufig synonym verwendet, es handelt sich aber in der Praxis um GerÀte mit verschiedenen Funktionen.

    Ein Bewegungsmelder erfasst Bewegungen in einem festgelegten Erfassungsbereich. Wird eine Bewegung registriert, wird fĂŒr eine bestimmte Zeit eine Schaltung (z.B. Licht an) ausgefĂŒhrt. Wird erneut eine Bewegung erfasst, wird die Zeit fĂŒr die Schaltung neu gestartet. Wird nach Ablauf der eingestellten Nachlaufzeit keine Bewegung mehr erfasst, wird die Schaltung deaktiviert (z.B. Licht aus)

    Ein PrĂ€senzmelder funktioniert zwar Prinzipiell genau so, er erfasst aber nicht nur deutlich kleinere Bewegungen, sondern erkennt PrĂ€senz auch ĂŒber vorhandene WĂ€rmesignaturen.

    Ein Bewegungsmelder bietet sich vor allem fĂŒr DurchgangsrĂ€ume, wie Flure oder Abstellkammern an. Ein PrĂ€senzmelder ist die richtige Wahl fĂŒr WohnrĂ€ume.

  • Brandschutz nach DIN VDE 0100-420

    Um den Brandschutz in Neubauten oder GebĂ€uden, in denen die Elektroanlagen saniert oder maßgeblich erweitert werden, sicher zu stellen, mĂŒssen die Vorgaben der DIN VDE 0100-420 zur Minimierung des Brandrisikos eingehalten werden.
    Um die DIN Normen zu erfĂŒllen ist der Einbau von Brandschutzschaltern fĂŒr jeden vorhandenen Stromkreis eine mögliche Option.
    Alternativ lĂ€sst sich der vorgeschriebene Brandschutz auch dadurch erreichen, dass sĂ€mtliche Kabel ĂŒber die gesamte Laufstrecke in brandhemmenden Rohren verlegt werden. Gerne beraten wir Sie welche Lösungsoption fĂŒr Ihr Bauvorhaben / Renovierungsprojekt die sinnvollste Lösung darstellt.
    Sollte in Ihrem GebÀude das Brandrisiko von einem SachverstÀndigen (z.B. Architekt oder Bauplaner) als ausreichend gering eingestuft werden kann auf die genannten Optionen zum Brandschutz verzichtet werden.

    Rauchwarnmelderpflicht in Baden-WĂŒrttemberg

    In Baden-WĂŒrttemberg herrscht seit dem 31.12.2014 eine umfassende Rauchwarnmelderpflicht auch in privaten Wohneinheiten. Egal ob Sie Ihr GebĂ€ude selbst bewohnen, es sich um eine Wohnheinheit in einem Mehrparteien-Haus handelt, oder Sie Ihr GebĂ€ude vermieten. In jedem Fall sind Rauchwarnmelder in den Wohneinheiten anzubringen.


    In welchen RĂ€umen mĂŒssen Rauchwarnmelder hĂ€ngen?
    In allen AufenthaltsrĂ€umen, in denen bestimmungsgemĂ€ĂŸ Personen schlafen. Dies sind vor allem Schlafzimmer, Kinderzimmer und GĂ€stezimmer.
    Außerdem mĂŒssen innerhalb der einzelnen Wohneinheiten alle Flure, TreppenhĂ€user oder Ă€hnliches, die als Fluchtwege dienen, mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. In gemeinschaftlich genutzten TreppenhĂ€usern bei mehreren Parteien im selben GebĂ€ude sind keine Rauchwarnmelder vorgeschrieben. SelbstverstĂ€ndlich können dort ebenfalls Rauchwarnmelder angebracht werden, um die Sicherheit im GebĂ€ude zu erhöhen.


    Wer ist fĂŒr de Installation und die Wartung verantwortlich?
    FĂŒr die Installation ist grundsĂ€tlich der EigentĂŒmer verantwortlich, unabhĂ€ngig davon ob es sich um selbst genutzten oder vermieten Wohnraum handelt.
    FĂŒr die Wartung ist im selbst genutzten Wohnraum ebenfalls der EigentĂŒmer verantwortlich.
    In Mietwohnungen ist der Vermieter generell in der Pflicht die installierten Melder betriebsbereit zu halten, d.h. die regelmĂ€ĂŸige Wartung zu ĂŒbernehmen


    Gerne ĂŒbernehmen wir fĂŒr Sie die Installation und die regelmĂ€ĂŸige Wartung der Rauchwarnmelder in Ihrem GebĂ€ude.

  • FI-Schalter (RCD)

    FI-Schalter ist die gĂ€ngige AbkĂŒrzung fĂŒr den Begriff 'Fehlerstrom-Schutzschalter'.
    Einfach dargestellt hat der FI-Schalter die Aufgabe, den Stromkreis im gesamten Haus zu unterbrechen, sobald eine UnregelmĂ€ĂŸigkeit im Stromnetz vorliegt. Das passiert zum Beispiel, wenn Sie als Person ein GerĂ€t berĂŒhren, das nicht richtig isoliert ist oder einen Fehler hat. Dann enstehen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten im Stromnetz, denn der Strom fließt durch Ihren Körper. In unter einer halben Sekunde reagiert dann der FI-Schalter und schaltet den Stromfluss im kompletten Bereich ab. So werden nicht nur Ihre GerĂ€te, sondern auch Sie vor schweren (körperlichen) SchĂ€den geschĂŒtzt.

  • HAK (Hausanschlusskasten)

    Hier werden die Kabel aus dem stÀdtischen Stromnetz werden hier mit dem Stromnetz des GebÀudes verbunden.

  • Hauptverteilung (HV)

    Hier sitzen die StromzĂ€hler und die Hauptsicherungen des GebĂ€udes. Je nach GebĂ€udeausstattung befinden sich hier auch die Sicherungen fĂŒr die einzelnen Stromkreise, UmschaltgerĂ€te und eventuell ein Multimediafeld fĂŒr TV und EDV Anwendungen.

  • HEA-Mindestausstattungswerten

    Minmal, Standard oder Komfort?

    PrĂŒfen Sie ganz einfach selbst, ob Ihr Haus nach den unabhĂ€ngig empfohlenen HEA-Mindestausstattungswerten fĂŒr Elektroinstallationen ausgestattet ist. Die Ausstattungswerte nach RAL-RG 678 (RAL ist das Deutsche Institut fĂŒr GĂŒtesicherung und Kennzeichnung) dienen Ihnen als Planungshilfe fĂŒr eine Elektro-Mindest-, Standard- oder Komfortausstattung in SternequalitĂ€t.

    Wir empfehlen grundsĂ€tlich mindestens die Standard Ausstattung zu wĂ€hlen. In Anbetracht der Vielzahl elektronischer Verbaucher, die in modernen Haushalten oft bereits vorhanden sind, ist auch die Komfortausstattung eine Überlegung wert.

    Lassen Sie sich beraten
    Gerne beraten wir Sie und klÀren Ihren individuellen Bedarf an Steckdosen, Schaltern und sonstigen elektrischen Einbauten in Ihre Bauprojekt.

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  • Installationszonen

    GrundsÀtzlich werden Kabel, Leitungen und Rohre bei der Elektroinstallation nur waagrecht und senkrecht in den Installationszonen verlegt.
    Die senkrecht verlegten Leitungen sollen eine Breite von max. 20 cm haben und beginnen ab 10 cm von Rohbaukanten, wie Fenster, TĂŒren und Ecken. Die senkrecht verlegte LeitungsfĂŒhrung beginnt von der Fußbodenoberkante und geht bis zur Deckenunterkante.

    Die waagrechten Installationszonen haben eine Breite von max. 30 cm. Die obere Zone beginnt bei 15 cm und geht bis 45 cm unter der Decke. Die untere Zone beginnt bei 15 cm und geht bis 45 cm ĂŒber dem fertigen Fußboden. Als Mittelmaß der waagrechten Installationszonen gelten jeweils 30 cm unter der Decke, bzw. 30 cm ĂŒber dem fertigen Fußboden.

    Installationsleitungen, die außerhalb einer Installationszone (Bsp.: Wandleuchten) verlaufen, sind senkrecht zur nĂ€chsten waagrecht verlaufenden Installationszone zu verlegen.

    In RĂ€umen mit ArbeitsflĂ€chen, dazu zĂ€hlen KĂŒche, HauswirtschaftsrĂ€ume, Hobby- und ArbeitsrĂ€ume, gibt es einen zusĂ€tzlichen waagrechten, 30 cm breiten Installationsbereich. Er beginnt bei 100 cm bis 130 cm ĂŒber dem fertigen Fußboden. Als mittlerer Wert fĂŒr die Verlegung der Leitungen gelten 115 cm.

  • Kabel

    Bei der Elektroverkabelung werden eine Vielzahl von verschieneden Kabelsorten benötigt. Die gÀngisten Sorten sind hierbei:

    • NYM-J fĂŒr die Verkabelung in InnenrĂ€umen
    • NHXMH-J fĂŒr die Verkabelung in InnenrĂ€umen im Mietbau
    • NYY-J fĂŒr die Verkabelung im Außenbereich
    • Koaxialkabel fĂŒr TV-Verkabelung
    • Cat7 Datenleitung fĂŒr Netzwerkverkabelung
    • JYStY fĂŒr die TĂŒrkommunikation
    • H07 fĂŒr die Verkabelung im Verteiler
  • Klassische Nullung

    Bei der klassischen Nullung handelt es sich um eine veraltete Form des Personenschutzes. Es besteht Bestandschutz in alten GebĂ€uden. Ein umrĂŒsten auf moderne und leistungsfĂ€higere Schutzformen ist jedoch dringend empfohlen.

  • KNX

    KNX steht fĂŒr Konnex-Bus und ist ein weltweit anerkannter Standard fĂŒr ein Bussystem innerhalb der GebĂ€udeautomation. KNX ist damit quasi ein, fĂŒr nahezu alle intelligenten GerĂ€te zugĂ€ngliches Kommunikationsmittel, das eine einheitliche intelligente Vernetzung in einem GebĂ€ude ermöglicht.

    Neben dem KNX System sind eine Vielzahl von weiteren Anbietern fĂŒr Vernetzungstechnologie am Markt. Mit dem Funktionsumfang von KNX kann jedoch zum aktuellen Zeitpunkt keines dieser Systeme mithalten.

  • LS-Schalter

    Ein Leitungsschutzschalter kurz LS-Schalter oder hĂ€ufig auch Sicherungs-Automat ist eine Überstromschutzeinrichtung, die in nahezu jeder Verteilung zu finden ist. Sie schĂŒtzt Leitungen vor unzulĂ€ssig hohen Strömen durch Überlastung oder Kurzschluss und den damit verbundenen Folgen, wie erhitzen oder sogar schmelzen von Leitungen. So wird in Ihrem GebĂ€ude das Brandrisiko minimiert.

  • Unterverteilung

    In der Unterverteilung finden sich in der Regel alle zu einer Wohneinheit gehörenden Sicherungen. Bei grĂ¶ĂŸeren Wohneinheiten ĂŒber mehrere Etagen kann es auch mehrere Unterverteilungen geben. Neben den Sicherungsautomaten kann in der Unterverteilung auch ein Mediafeld integriert werden, um dort TV und Internetanschluss und eventuell vorhandene weitere GerĂ€te unterzubringen.

  • Schaltungen

    In der Elektroinstallation wird zwischen einer Vielzahl von Schaltungen unterschieden, die unterschiedliche AnsprĂŒche an die Verkabelung haben.

    Die hÀufigsten Schaltungen erklÀrt am Beispiel einer Deckenleuchte:

    Ausschaltung:
    Ein Schalter neben der TĂŒr schaltet die Deckenleuchte aus und an.

    Wechselschaltung:
    Ein Schalter an der TĂŒr und ein weiterer Schalter am Bett schalten dieselbe Deckenleuchte an und aus.

    Kreuzschaltung:
    In einem langen Flur wird dieselbe Deckenleuchte von drei oder mehr Positionen an und aus geschaltet.

    Tasterschaltung:
    Findet sich hĂ€ufig in TreppenhĂ€usern, bei denen die Deckenleuchten in jeder Etage von einem Schalter an und gegebenenfalls wieder ausgeschaltet werden können. Der Schalter springt dabei nach jedem Schaltvorgang wieder in seine ursprĂŒngliche Position zurĂŒck.

  • Überspannungsschutzeinrichtung

    Die Überspannungsschutzeinrichtung schĂŒtzt die komplette elektronische Anlage gegen hohe Überspannung.

    Tritt im örtlichen Stromnetz eine Überspannung, z.B. durch einen Fehlerfall oder einen Blitzeinschlag auf, entstehen hĂ€ufig starke Spannungsspitzen. Dies können bei elektronischen GerĂ€ten großen Schaden anrichten. Die Überspannungsschutzeinrichtung gleicht diese Spannungsspitzen aus und schĂŒtzt die gesamte elektrische Anlage vor SchĂ€den.

Ihr gesuchter Begriff ist nicht dabei?

Dieses Glossar wird laufend erweitert. Schreiben Sie uns gerne welche Begriffe Sie hier vermissen und wir fĂŒgen diese zeitnah hinzu.

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